Zivilschutzzentrum Eyrs

Zivilschutzzentrum Eyrs

Ort

Eyrs Gemeinde Laas

Bauherr

Gemeinde Laas

Planung

Roland Baldi Architects

Team

Roland Baldi
Carlo Scolari

Fertigstellung

2026

Foto

Oskar Da Riz

Grüner Monolith aus Dämmbeton: Das Zivilschutzzentrum in Eyrs (Gemeinde Laas, Südtirol, Italien) übersetzt den Einsatzalltag der Freiwilligen Feuerwehr in eine monolithische Skulptur. Aus der Höhenstaffelung zwischen eingeschossiger Fahrzeughalle und zweigeschossigem Mannschaftsbereich entwickelt sich das geneigte Dach samt markantem Schlauchturm. Die Räume organisieren sich über drei Ebenen: Im Erdgeschoss befinden sich Fahrzeughalle, Umkleiden, Kommando- und Bereitschaftsraum, im Obergeschoss Küche und Schulungssaal, im Untergeschoss Technik- und Lagerräume. Prägendes Element ist der grüne Dämmbeton, der Tragfähigkeit mit Isolierung vereint sowie durch Langlebigkeit, Nichtbrennbarkeit und vollständige Recyclebarkeit überzeugt. Bewusst bricht das Grün mit der grau-weiß-beigen Farbtypologie des Dorfes und sucht den Dialog mit der Landschaft. Je nach Sonnenstand changiert der Baukörper zwischen skulpturalem Solitär und dem Verschmelzen mit den bewaldeten Hängen. Die grüne Tonalität bestimmt ebenso das Interieur, wo Betonwände, Harzböden und Möbelbeschichtungen die monochrome Ästhetik fortsetzen. Eine zukunftsfähige Infrastruktur für die Freiwillige Feuerwehr und ein architektonisches Statement, das vor allem eines ist: immer einsatzbereit.

 

Forststation Deutschnofen

Forststation Deutschnofen

Forststation Deutschnofen

Ort

Deutschnofen

Bauherr

Autonome Provinz Bozen

Planung

Roland Baldi Architects

Team

Roland Baldi
Carlo Scolari

Fertigstellung

2026

Foto

Oskar Da Riz

Holz als Haltung: Die Forststation im Zentrum von Deutschnofen wurde als kompakter Holzbau für die lokale Forstbehörde der Südtiroler Landesverwaltung realisiert, und versteht sich als Ausdruck eines verantwortungsvollen Umgangs mit Ressourcen. Der Baukörper orientiert sich an den ortstypischen zweigeschossigen Wohnhäusern mit Satteldach, reduziert deren Typologie auf das Wesentliche und tritt in einen zeitgenössischen Dialog mit dem Bestand. Die Doppelfunktion des Baus als interne Verwaltung und öffentliche Anlaufstelle ist klar organisiert: Nebenräume liegen im Untergeschoss, öffentliche Bereiche im Erdgeschoss, ein Besprechungsraum im Obergeschoss dient bei Bedarf als Notfallzentrale. Tragwerk, Wände und Decken bestehen aus Brettsperrholzplatten (XLAM). Die schwarz lasierte Holzfassade interpretiert überlieferte Holzschutztechniken, bei denen erdberührende Bauteile angeflammt wurden, um sie vor Feuchtigkeit und Fäulnis zu schützen. Davon inspiriert erscheint der Baukörper sinnbildlich wie in den Boden gerammt und übersetzt überlieferte Baukultur in die Zukunft.

Multifunktionsgebäude in Barbian

Multifunktionsgebäude in Barbian

Multifunktionsgebäude in Barbian

Kindergarten, Kindertagesstätte, Tourismusbüro und Dorfanbindung

Ort

Barbian

Bauherr

Gemeinde Barbian

Planung

Roland Baldi Architects

Team

Roland Baldi
Sila Giriftinoglu
Erica Mazzoni

Fertigstellung

2025

Foto

Oskar Da Riz

Preise

Wood Architecture Prize 2026
Architizer A+ Award 2026

Grüner Brückenschlag: Am südlichen Ortseingang von Barbian setzt ein grüner Holzbau ein markantes Zeichen. Das Ensemble im Klimahausstandard Gold vereint Kindergarten, Kindertagesstätte, Kinderrestaurant und Tourismusbüro. Zwei Baukörper – hier die Bildungsräume mit Dachspielbereich, dort das Tourismusbüro mit Aufzugsturm ins Zentrum – sind durch eine Brücke verbunden, die zugleich die Straße überspannt. Außen lassen grün lasierte Holzfassaden den Bau weithin sichtbar werden, innen prägen Tageslicht, helle Materialien und der konsequente Einsatz von Holz eine ruhige, kindgerechte Atmosphäre. Offene Lernlandschaften mit Nischen und Begegnungsinseln schaffen Orte für Spiel, Begegnung und Rückzug. Ein Brückenschlag zwischen Bildung, Mobilität und Gemeinschaft.

Kindergarten und Kindertagesstätte in Kiens

Kindergarten und Kindertagesstätte in Kiens

Kindergarten und Kindertagesstätte in Kiens

Ort

Kiens

Bauherr

Gemeinde
Kiens

Planung

Roland Baldi Architects

Team

Roland Baldi
Sila Giriftinoglu
Erica Mazzoni

 

Fertigstellung

2024

Foto

Oskar Da Riz

Gebaute Kinder(t)räume. Der Kindergarten in Kiens bietet Platz für zwei Gruppen und eine Kindertagesstätte für 20 Kinder. Der von Roland Baldi Architects entworfene Holzbau erstreckt sich über zwei Etagen und zeichnet sich durch lichtdurchflutete Räume aus, die sich zum Garten hin öffnen. Ein Kinderrestaurant versorgt sowohl die Kindergartenkinder als auch die Schüler:innen der benachbarten Grundschule. Die rotbraune Holzfassade, inspiriert vom Kirchturm, fügt sich harmonisch in das Ortsbild ein. Eine zickzackförmige Rampe sorgt für barrierefreien Zugang und verbindet das Gebäude mit der oberen Dorfhälfte. So entstanden gebaute Kinder(t)räume, in denen die Kleinen mit Begeisterung lernen und spielen können.

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Erweiterung und Umbau des Werkstättentraktes Sozialzentrum Trayah in Bruneck

Erweiterung und Umbau des Werkstättentraktes Sozialzentrum Trayah in Bruneck

Erweiterung und Umbau des Werkstättentraktes Sozialzentrum Trayah in Bruneck

Ort

Bruneck

Bauherr

Autonome Provinz Bozen Südtirol

Planung

Roland Baldi Architects
WN Architects
Arch. Marlene Roner

Team

Roland Baldi   
Martin Willeit 
Johannes Niederstätter
Harald Kofler
Carlo Scolari
Sila Giriftinoglu
Mattia Michieletto

Foto

Oskar Da Riz

Wettbewerb

2013

Fertigstellung

2024

Bedürfnisorientiert schöner Werken

Der Werkstättentrakt des Sozialzentrums Trayah in Bruneck sollte umgebaut und erweitert werden. Wir haben das bestehende Gebäude bis zur Oberkante der Erdgeschossdecke abgebrochen und um zwei neue Geschosse erweitert. Das neue Volumen wurde in Leicht- bzw. Holzbauweise im Klimahaus-Standard A realisiert, das leicht modifizierte und verdrehte Walmdach greift die Sprache des Bestandes auf und verbindet ihn. Die umlaufenden, teilweise über Eck verlaufenden Fensterbänder, die einheitliche äußere Textur der Fassade sowie die außenliegende Treppe verleihen dem neuen Werkstättentrakt eine von weitem ablesbare Identität.    Da in den Arbeits- und Therapieräumen vielfältige Tätigkeiten ausgeführt werden, und die Nutzer:innen besondere Bedürfnisse haben, wurde auch auf die Innenausstattung besonderer Wert gelegt. So ist eine attraktive und moderne Arbeitsstätte entstanden, in der Menschen mit Beeinträchtigung ab sofort bedürfnisorientiert schöner Werken.