Sitz der Freien Universität Bozen in Bruneck

Sitz der Freien Universität Bozen in Bruneck

Sitz der Freien
Universität Bozen
in Bruneck

Ort

Bruneck

Bauherr

Autonome Provinz Bozen

Planung

Roland Baldi Architects
Thomas Simma

Team

Roland Baldi
Karin Kretschmer
Yvonne Lindner
Sigrid Fischer-Colbrie

Wettbewerb

2005

Fertigstellung

2007

Foto

René Riller

Das denkmalgeschützte Gebäude des ehemaligen Realgymnasiums stammt aus der Mitte des 16. Jahrhunderts und beherbergt heute den Sitz der Freien Universität Bozen in Bruneck für den Universitätslehrgang Tourismusmanagement. Bis auf die Räume der Stadtbibliothek im Erdgeschoss an der Stadtgasse wurde das in die Jahre gekommene Gebäude substanziell und konzeptionell saniert, umgebaut und um einen unterirdischen, großen Hörsaal mit entsprechenden Nebenräumen sowie ein zusätzliches Treppenhaus ergänzt. Die Aula, die auch öffentlich genutzt wird, ist auch direkt von dem darüberliegenden neu gestalteten Platz zugänglich. Dezente bauliche Eingriffe, Farben und Materialien gewährleisten die neue Funktionalität des Gebäudes und bewahren weitestgehend die Originalarchitektur mit ihrem ursprünglichen Charakter. Die leuchtenden Farben der Bäder sowie der Bodenbeläge in den Unterrichtsräumen und Büros setzen raffinierte Akzente. Die bei den Arbeiten gefundenen Fresken im Außen- und Innenbereich wurden freigelegt und restauriert. Ebenso der archäologisch bedeutende Brunnen, der die Besucher im Untergeschoss als Zeuge vergangenen Zeiten empfängt.

Bergbahn Meran 2000

Bergbahn Meran 2000

Bergbahn Meran 2000

Ort

Meran

Bauherr

Meran 2000 Bergbahnen AG

Planung

Roland Baldi Architects

Team

Roland Baldi
Karin Kretschmer
Harald Kofler
Johannes Niederstätter

Wettbewerb

2009

Fertigstellung

2010

Foto

Oskar Da Riz
Frieder Blickle

Preis

2014
Iconic Award Winner
Premio Architettura
Città di Oderzo, Auszeichnung

2013
Südtiroler Architekturpreis

1. Preis, Kategorie: tourism
ISR Architektur Award, shortlist
Die neue Seilbahn mit ihrer Tal-, Mittel- und Bergstation verbindet das Tal mit dem Ski- und Wandergebiet Meran 2000 und ersetzt mit einer zeitgemäßen Architektur und Technologie die bisherige, in die Jahre gekommene Anlage. Der rot leuchtende Kubus der Bergstation ist bereits von der Stadt Meran aus gut sichtbar; oben angekommen, eröffnen Bahnsteige und Panoramarestaurant fantastische Ausblicke auf das Meraner Land und die umgebende Bergwelt. Die beiden Seilbahnstationen setzen sich im Wesentlichen aus sich in Material, Form und Funktion eindeutig unterscheidenden Baukörpern zusammen: Ein massiver, in Sichtbeton ausgeführter Sockel, der die jeweiligen Technik- und Nebenräume aufnimmt, die verglasten Zugangsbereiche sowie die mit rotem Streckgitter verkleideten Einhausungen der Seilbahntechnik. Die signalroten Verkleidungen, die selbstbewusst aus den Baukörpern herausragen, werden zur identitätsstiftenden Adresse für das Unternehmen und zu einer prägnanten Landmark, die sowohl im Sommer als auch im Winter Bergsportlern Orientierung gewährt.

Fernheizwerk Klausen

Fernheizwerk Klausen

Fernheizwerk Klausen

Ort

Klausen

Bauherr

Fernheizwerk
Klausen GmbH

Planung

Roland Baldi Architects

Team

Roland Baldi
Thorsten Götz
Rodolfo Zancan

Wettbewerb

2004

Fertigstellung

2007

Foto

Oskar Da Riz

Preise

2008
Premio Architettura Città di Oderzo; Auszeichnung 
2009
Premio Internazionale Architettura Sostenibile, shortlist

Das Fernheizwerk am Rand von Klausen, auf dem Areal des ehemaligen Bahnhofs der Grödner Bahn, zwischen Brennerautobahn, Staatsstraße und Eisenbahn, ist das Ergebnis eines gewonnenen Wettbewerbs. Wie ein großer Flügel ragt das Gebäude aus dem Boden; wie ein Keil schiebt sich das dynamische Volumen des geneigten Daches zwischen Viadukt und Remise der alten Grödner Bahn. An den beiden Schmalseiten des Gebäudes ist die Dachfläche jeweils bis auf den Boden hinuntergezogen. Die vitrinenartige, verglaste Nordfassade gibt den Blick auf das Herzstück der Anlage, die wärmeproduzierenden Maschinen, frei. Das Gebäude, dessen skulpturale Erscheinung durch eine ausgeklügelte Lichtinszenierung unterstrichen wird, beherbergt im Inneren drei Bereiche: Hackschnitzellager, Kesselhaus sowie Blockheizkraftwerk mit Elektroräumen. Die vorwiegenden Materialien sind Kupfer für das Dach, Holz für Tragstruktur und Lamellen an der Fassade. Den Brauntönen sind im Inneren Decken, Wände und Böden aus grauem Sichtbeton sowie kräftig lindgrüne Linoleumböden entgegengesetzt.

Landesbauhof Salten Schlern

Landesbauhof Salten Schlern

Landesbauhof Salten
Schlern

Ort

Bozen

Bauherr

Autonome Provinz Bozen

Planung

Roland Baldi Architects Thomas Simma

Team

Roland Baldi
Thorsten Götz
Thomas Kienzl
Sigrid Fischer-Colbrie

Wettbewerb

2005

Fertigstellung

2008

Foto

René Riller

Der Landesbauhof Salten Schlern wurde im Kontext der vom Büro entwickelten modularen Corporate Identity der Südtiroler Straßenstützpunkte gebaut. Südlich der Einsteinstraße in Bozen gelegen, bildet der Landesbauhof den Auftakt des neuen, westlich davon gelegenen Gewerbegebietes. Die Zufahrt wird durch den dreigeschossigen Bürobaukörper signalisiert, der in einen niedrigeren Hallenbereich mit Remisen und Werkstätten übergeht, die alle entlang der Einsteinstraße liegen. Parallel zu diesem Volumen folgt südlich ein weiterer Remisenblock mit Umkleiden, Aufenthaltsraum und überdachter Lagerfläche. Die Gebäudehülle ist mit anthrazitfarbenen Sandwichpaneelen verkleidet, die orangen Fassadenausschnitte, insbesondere bei den Fensterlaibungen, schaffen einen lebhaften Kontrast. So entstand ein Gebäude, das sich aufgrund der Aufteilung der Funktionen auf verschiedene Volumen und unterschiedliche Höhen wohlwollend von üblichen monotonen Gewerbeblöcken absetzt.

Angela-Nikoletti-Platz

Angela-Nikoletti-Platz

Angela-Nikoletti-Platz

Ort

Bozen

Bauherr

Autonome Provinz Bozen

Planung

Roland Baldi Architects

Team

Roland Baldi
Thorsten Götz
Harald Kofler
Karin Kretschmer

Foto

Oskar Da Riz

Fertigstellung

2011

Preis

Südtiroler Architekturpreis, shortlist 2013

Der Angela-Nikoletti-Platz ist der Mittelpunkt des Stadtteilzentrums Rosenbach, das aus der Landesfachschule für Sozialberufe, Kulturzentrum, Feuerwehr, Wohnheim und Kindergarten besteht. Zur Claudia-Augusta-Straße hin öffnet sich der Platz und fügt sich selbstverständlich in das Spannungsfeld zwischen dem bestehenden und neugestalteten Umfeld ein. Durchgänge verbinden den Platz mit dem Park und der neuen Wohnbebauung zu einem harmonischen Ganzen.
Der Platz erschließt das Stadtteilzentrum sowie den angrenzenden Park und ist Treffpunkt und Aufenthaltsort für die Bewohner des Viertels. Zudem bietet er Raum für Veranstaltungen im Freien, die sich bis in das Foyer und den Multifunktionssaal des Kulturzentrums hineinziehen können. Kopfsteinpflaster mit zweifarbigem Zebramuster aus weißem Laaser Marmor und schwarzem Basalt ziert den Platz. Wellenförmige Erhebungen des Kopfsteinpflasters formen Sitz- und Liegemöglichkeiten mit verschiedenen Höhen und unterschiedlichen Neigungen; die baumbeschattete, hügelähnliche Sitzinsel lädt zum Verweilen ein.